Gründe für ein Dasein als Vegetarier

Am Wochenende blättere ich gern durch die Prospekte, die zu Hauf in unserem Briefkasten landen. Dabei entdeckte ich kürzlich einen Supermarkt bei dem man sich offensichtlich gedacht hat, die Produkte so aufzuführen, dass der Leser sie unmittelbar miteinander vergleichen kann.

Eine Übersicht von insgesamt 8 Produkten in einem Supermarktprospekt (vgl. Tabelle unten im Beitrag)

Wie kommen diese Preis zustande?

Auf den ersten Blick erscheinen die Bio-Produkte günster, als die konventionellen und zugegeben, die Fleischsorten unterscheiden sich. Aber nach diesem Preisvergleich hatte ich als Vegetarier ein dickes Fragezeichen im Gesicht. Denn wenn man das Ganze mal auf 100g runterbricht: Wie kann ein Hähnchenschenkel für 0,29 € produziert werden? Nur zu Lasten der Tiere…

Bio-Fleisch Konventionelles Fleisch
Bio Schinkendulasch, 100g = 1,49 € Frikasseehuhn, 100g = 0,49 €
Bio Schweine-Schnitzel, 100g = 1,69 € Hähnchen Leber, 100g = 0,44 €
Bio Kalbssteak, 100g = 2,79 € Hähnchenbrust, 100g = 0,59 €
Bio Kalbsbraten, 100g = 1,99 € Hähnchenschenkel, 100g = 0,29 €

Mit diesem Hinweis möchte ich ein wenig wachrütteln und zeigen, wie abwertend unsere Gesellschaft mit dem Wohl der Tiere umgeht. Das bezieht sich nicht nur auf Fleisch, sondern auf alle tierischen Produkte. Und natürlich hier auch noch einmal der Hinweis, dass es auch beim Bio-Fleisch viele Betrugsfälle gibt – daher lieber etwas auf Fleisch verzichten und dafür gutes Fleisch genießen, oder wie seht ihr das?

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Vegetarischer Kaffeeklatsch

Manchmal kribbelt es mir in den Fingern und weil es im Garten/auf dem Balkon noch nicht allzu viel zu tun gibt, habe ich mich (mal wieder) mit Backen abgelenkt. Als Vegetarier ist es jedoch nicht immer einfach eine aufwendige und leckere Torte zu zaubern, die KEINE Gelatine enthält.

Eine kleine Torte mit Mokkabohnen als Dekoration auf einer Tortenplatte mit Spitzenpapier. Dahinter frische Tulpen auf einem Holztisch.

Eine vegetarische Torte mit dem Geliermittel Agar-Agar

Doch auch eine Torte, die laut Rezept mit Gelatine zubereitet wird, lässt sich mit dem pflanzlichen Geliermittel Agar-Agar fantastisch zubereiten. Das Resultat: Eine kleiner, leckere Kaffeetorte – für Vegetarier.

Vegetarier im Garten

Um ehrlich zu sein habe ich mir nie Gedanken darüber gemacht, welche Auswirkungen mein Vegetarier-Dasein auf meinen Garten haben könnte. In der Regel pflanzt man keine Tiere ein, sondern nur Gemüse und Blumen und wenn der Garten möglichst ökologisch angelegt wurde, dürfte doch eigentlich alles im grünen Bereich sein – oder!?

Die Naivität des Menschen legt sich meist durch lehrreiche Erfahrrungen. Manchmal hilft es auch sich durch das Lesen von Zeitschriften und/oder Büchern der rosa-roten Brille zu entledigen und aus den Erfahrungen anderer zu lernen. So geschehen, als mir die Bedeutung des Begriffs „Hornspäne“ bewusst wurde. Bisher in jedem Bio-Garten Buch empfohlen: im Frühjahr mit dem Langzeitdünger (weil er sich langsam zersetz und der Stickstoff nach und nach abgegeben wird) für ein gutes Gartenjahr sorgen. Soweit so gut. Doch wie war nochmal der Name? Horn-späne?

Ein Bild mit zerkleinerten Horn- und Hufresten und einem darüber gelegten Text "Horn-späne"

Als Abfallprodukt der Massentierhaltung handelt es sich bei Hornspänen um die Hörner und Hufe von geschlachteten Tieren. In dieser Deutlichkeit kam der Begriff bei mir nie zum tragen. Letztlich befürworte ich den Gedanken bei einer Schlachtung möglichst „viel Tier“ zu verwerten – doch bei einer nahezu biologischen Ernährung sind Hornspäne wohl nicht der richtige Weg. Bio-Hornspäne habe ich noch nirgends gesehen… Ihr etwa?

Wie sieht das bei euch aus? Wart ihr euch über die Herstellung von Hornspänen im Klaren? Und eine ganz entscheidende Frage: verwendet ihr Hornspäne im Garten und welche Philosophie verfolgt ihr beim Essen – ist das miteinander vereinbar?