Das Efeu in seine Schranken weisen

Es ist unfassbar, wo sich Efeu überall hinwindet und seine Wurzeln ausbreitet. In meinem neuen Garten konnte es sich in den letzten Jahren scheinbar ungehindert ausbreiten. Selbst durch das Häuschen hat es sich durchgebohrt und dicke Äste ausgebildet.

Weil gestern im Nordern erneut die Sonne schien, habe ich mich daran gemacht das Efeu in seine Schranken zu weisen. Es kamen zwei Schubkarrenladungen zusammen. Jetzt ist es immer noch dicht, aber überschaubar.

Zum Glück hat es sich vom Zerren und Beschneiden mit der Gartenschere kleinkriegen lasen. In den nächsten Jahren steht wohl der jährliche Schnitt mit auf dem Programm.

Rechts ein Gartenhäuschen. Dahinter ein Zaun mit Efeu. Eine blaue Regentone auf linker Seite.

Der Zaun am Ende des Grundstücks bog sich vor Efeu.

Im Vordergrund steht eine blaue Regentonne. Dahinter ein Zaun mit Efeu bewachsen und ein Baum.

Jetzt ist das Efeu dicht, aber übersichtlich.

Ein schmaler Weg hinter einer Gartenlaube. Geräte, Regentonnen und Zaun liegen herum

Hier war alles voll von Efeu – leider habe ich es versäumt ein Vorher-Nachher-Bild zu machen.

Efeu an einem Zaun auf linker Seite. Rechts nach einem schmalen Weg das Häuschen. Am Ende blaue Regentonnen.

Auch hier hatte sich das Efeu ins Haus gebohrt – jetzt ist es gezähmt.

Wie handhabt ihr das Efeue oder habt ihr es womöglich erst gar nicht im Garten angepflanzt?

P.S. Hier noch ein paar Impressionen aus dem Garten:

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Was wächst denn da? Oder: Wie Inspector Barnaby den Fall lösen würde

An der ein oder anderen Stelle wagen sich die ersten Pflänzchen ins Licht des herannahenden Frühlings. Zögerlich und mit Bedacht stecken sie die Köpfe aus der Erde und scheinen sich über jeden Sonnenstrahl zu freuen, der sie zum Wachsen bringt.

Doch was genau wächst da eigentlich? Heute möchte ich euch zeigen, wie ich meine detektivischen Fähigkeiten einsetze, um genau das herauszufinden. Die bekannte britische TV-Serie Midsomer Murders (im Deutschen bekannt als „Inspector Barnaby“) hat mich dazu inspiriert.

1. Alibi überprüfen

Notizheft mit den Worten Was? Wann? Wo?, Stift, ArmbanduhrZugegeben, in meinen Balkonkästen ist es nicht sehr schwer sich daran zu erinnern, was im Vorjahr in dem jeweiligen Kasten geblüht hat. Solltet ihr das Glück eines Gartens haben, so habt ihr sicherlich eine Vorgehensweise, wie ihr gepflanzt habt und könnt auch so die Verdächtigen eingrenzen.

2. Spurensicherung

Kamera, Mundschutz und PlastikhandschuheMeine Kamera liegt eigentlich immer in Griffweite, wenn ich auf dem Balkon am Buddeln bin. Schnapp euch also eure Kamera und macht ein möglichst detailliertes Bild der Pflanze, die ihr bestimmen wollt. In der Vergrößerung könnt ihr Details erkennen, die man mit dem bloßen Auge vielleicht nicht sieht.

3. Abgleich mit der Datenbank

Zwei Notizzettel einer mit ! und einer mit ?Leider ist das word wide web etwas auskunftsfreudiger, als manch eine Polizei-Täterdatenbank, aber auch in den Weiten des Internets könnt ihr mit der richtigen Suche fündig werden. Versucht eine Suchkombination aus:

  • aktueller Monat (z. B. Februar)
  • Pflanzennamen, die ihr im Vorjahr an der Stelle gepflanzt habt bzw. in der Nähe (z. B. Schneeglöckchen, Krokusse, Wildblumen, Glockenblume).
    Aber Achtung: Die meisten Suchalgorithmen sind so programmiert, dass die ersten Worte eine höhere Gewichtung haben. Also probiert auch mal eine andere Reihenfolge aus.
  • hängt eines der Worte „Triebe“, „Knospen“ etc. an
  • Sucheinstellung auf Bilder setzen – so könnt ihr eure Bilder direkt vergleichen

Wir sind eine große Bloggergemeinde und wenn jeder seine Bilder optimal beschriftet (was man sieht im „alt-Text“ {alternativer Text} beschreiben und dem Bild den Namen der jeweiligen Pflanze geben), dann finden die Suchmaschinen auch die entsprechenden Informationen.

4. Verdacht mit Beweisen untermauern

Motive und Zeitstrahl eines SamentütchensSeid ihr fündig geworden? Dann prüft noch einmal eure Vermutungen, indem ihr euch die Aussaat und Blüheigenschaften der jeweiligen Pflanze etwas genauer anschaut. Das kann man ebenfalls online finden oder im Gartencenter mal einen Blick auf die jeweiligen Samentütchen werfen.

5. Fall gelöst

Tisch mit Biergläsern, ein TV an der WandJetzt nur noch die Arbeit mit einer Leckerei belohnen. Inspector Barbaby gönnt sich ein Bier im Pub – ihr vielleicht einen Kaffee oder einen Tee!? Lasst es euch schmecken und freut euch auf den Frühling!

Wie bestimmt ihr eure Pflanzen im Garten oder auf dem Balkon und welche Tipps könnt ihr uns geben?

Ach, du dickes Eis

Gerade hatte ich meinen letzten Post veröffentlich, mich über die noch nicht ansatzweise winterlichen Temperaturen gewundert und schon ist er da: Der WINTER mit seiner Eiseskälte (-12°C).

Thermomer das -12°C anzeigt.

Der Winter ist da!

Bei strahlend blauem Himmel und zugefrorener Spree war ich gestern noch in Berlin und konnte den Anblick meiner Pflanzen zu Hause nur erahnen.

Die zugefrorere Spree bei blauem Himmel und Sonnenschein

Zugefrorene Spree in Berlin

Zurück in Hamburg ist mein Teich ein einziger Eisblock, der sich langsam zu einem Ball zu formen scheint (hoffentlich hält der Kübel) und um die neulich noch freudig aus der Erde schauenden Blumenzwiebeln muss ich nun bangen.

Kübel, der eigentlich ein Teich ist, ist vollständig zugefrorern

Aus Gartenteich wird Eiskübel

Blumenzwiebel, deren Grün bereits aus der schneebedeckten Erde ragt.

Zu früh gefreut!?

Blumenzwiebel, die bei Eiseskälte schon ziemlich groß ist (ca. 5cm)

Zwei Blumenkübel mit Blumenzwiebeln,, die zum Teil schon aus der Ertde schauen. Etwas Stroh liegt zum Schutz auf den Kübeln.

Vermutlich ist auch die Erde vollständig durchgefroren.

Die einzigen, denen die Kälte nichts ausmacht sind die winterharten Scheinbeeren (Gaultheria Procumbens). Bei herrlichem Sonnenschein ein wirklich toller (grün-roter) Anblick.

Rote Beeren an grünem Strauch bei herrlichem Sonnenschein in einem Balkonkasten

Die Scheinbeere genießt die Sonnenstrahlen des Winters.

Gartenteich – die Bepflanzung

Es fällt zur Zeit so viel Wasser vom Himmel, dass mein kleines Teichlein regelmäßig überläuft. Und weil man an nichts anderes als an Wasser denken kann, habe ich Sonntag früh beschlossen meinen Teich endlich mit ein paar Pflanzen zu bestücken. Gut, dass einige Gärtnereien auch an diesem Tag meine Konsumsucht befriedigen (auch wenn ich die 7 Tage-Woche in Dublin ganz schrecklich fand, weil ich jeden Samstag und Sonntag arbeiten musste).

kleiner Mörtelkübel mit insgesamt vier Teichpflanzen

Mein Teich bestückt mit ein paar neuen Pflanzen

Nun können sich Typhalatifolia (ein Schilfrohr mit braunen Kolben), Blumenbinse – Botomus umbellatus (ein rosé blühendes Gras) und die Schwimmpflanze Eichhornia – crassipes gemeinsam einleben. Letztere soll das Wasser reinigen – da bin ich gespannt.

Teich mit insgesamt vier Pflanzen - oben im Bild befindet sich das Schilfrohr (Typha - latifolia)

Oben sieht man das Schilfrohr (Typha – latifolia)

Kleine grüne Stengel die aus dem Wasser des Teiches herausragen

Diese kleinen Stängel blühen hoffentlich bald in schönem rosé (Blumenbinse – Botomus umbellatus)

Teichbecken mit der Schwimmpflanze Eichhornia - crassipes

Hier die Schwimmpflanze Eichhornia – crassipes

Sie wird wegen des kalten Wetters wohl nicht blühen – reinigt dafür aber das Wasser

Eine Supfdotterblume – Caltha palustris hatte ich ja bereits im Teich und wenn sie mögen, können die ersten Wassertierchen auch bald einziehen :-) Die Schwebeteilchen im Teich sollten sich dann auch bald gelegt haben.

Sumpfdotterblume im Miniteich

Hier meine Supfdotterblume – Caltha palustris

Damit die Pflanzen zunächst noch aus dem Wasser gucken habe ich die Körbe festgebunden und mit Steinen am Ufer beschwert. So stehen die Pflanzen nicht direkt auf dem Boden des Kübels, sondern können noch ein bisschen Sonne tanken bevor ich sie immer tiefer setze (sofern sie denn scheint).