Campo de‘ Fiori

Sonnenschirm und Schild: Canpo di' Fiori

Campo de‘ Fiori

Wie einige von euch vielleicht erraten haben, war ich die letzten 10 Tage in Bella Italia. Gestern vor einer Woche besuchten wir den Campo de‘ Fiori in Rom – ein kleiner Markt in mediteraner Kulisse. Und weil das Ergebnis des Gärtnerns ja bekanntlich schöne Blumen, Gemüse und Obst sind, möchte ich ein paar Eindrücke vom Campo de‘ Fiori mit euch teilen.

Wein, Nudeln, Oliven, Olivenöl

Regionale Produkte aus Italien werden nicht nur für Touristen angeboten

diverse Salate in Weidenkörben

Frischer Salat in dekorativen Körben

Frisches Suppengemüse in Körben

Frisches Suppengemüse für eine leckere Minestrone

Diverse Kräuter auf einem Holzkarren

Auch Kräuter kann man auf dem Campo de‘ Fiori erstehen

Marktstand mit Kürbis, Gemüse und dekorativem roten Fahrrad

Umfangreiches Angebot an den Marktständen

Diverse Samentüten für den Eigenanbau

Samentüten für den eigenen Anbau von Gemüse

Fenchel, Paprika, Zucchini

Fenchel, riesige Paprika und Zucchini mit Blüte (typisch für Italien)

Organgen und Äpfel

Frisches Obst aus Italien

Artischocken in der Sonne

Artischocken stapeln sich

getrocknete Tomaten in Kisten

getrocknete Tomaten aus Sizilien

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Pflanzen aus eigenen Samen ziehen – ganz einfach

Nach dem „Paprikasamen-sammeln“-Blogeintrag nun ein kleiner Rückblick auf die Ernte vergangener Jahre. Alle Pflanzen wurden selbst gezogen. Und nicht nur das… die Samen wurden auch in Heimarbeit gewonnen. Das hört sich jetzt schwieriger an, als es ist… :-)

Tomaten:
Wie schon im Blogeintrag vom 23. Juli 2012 geschrieben steht, lassen sich Tomaten gut aus dem Inneren einer Tomatenfrucht ziehen.

große Tomatenpflanze i Topf

Drei Rispen an der Tomatenpflanze aus eigener Samengewinnung – und das im Zimmer unterm Dach

Einfach beim nächsten Schneiden einer Bio-Tomate für den Salat oder fürs Brot den Restsaft auf dem Teller trocknen lassen. Wer konventionelles Gemüse mag, kann das natürlich auch verwenden…
Ich versuche die „Suppe“ immer auf ein Küchentuch zu bekommen, aber das klappt nicht immer ganz reibungslos ;-) Nach dem Trocknen kann man die Samen vorsichtig auseinander ziehen – das rote Fruchtfleisch, was evtl. noch an den Samen klebt, muss nicht entfernt werden.
Anschließend einfach in kleine Aufzuchtbehälter bzw. unter Frischhaltefolie (Löcher mit einer Gabel hineinstechen, sonst besteht Schimmelgefahr) geben, ordentlich Wässern und warten, bis sich die kleinen Pflänzchen zeigen.

Zucchini:
Gleiches gilt auch für die Zucchini (siehe Blogeintrag vom 30. August 2012). Die Kerne lassen sich meist ganz gut aus dem Inneren der Frucht herauskratzen. Dabei aufpassen, dass nicht zu viel Fleisch abgescharbt wird – schließlich möchte man ja die Zucchini auch noch essen :-) Die Kerne kann man dann ebenfalls auf einem Küchentuch gut durchtrocknen lassen und anschließend wie bei den Tomaten beschrieben einpflanzen.

große Paprikapflanze mit Frucht

Paprikapflanzen aus eigener Samengewinnung – hier gabs nur eine Frucht

Paprika:
Und genauso funktioniert es auch mit der Paprika. Wie im vorherigen Blogeintrag beschrieben die Samen sammeln und ebenfalls in gut feucht gehaltener Erde groß ziehen. Aufpassen sollte man bei Abdeckungen mit Frischhaltefolie. Eine ausreichende Luftzufuhr ist wichtig, damit die Erde oder die Pflanzen nicht schimmeln.

Gurke:
Meine aufmerksame Blogleserin Steffi fragte nach dem Vorgehen mit einer Gurke. Leider habe ich dazu noch keine Erfahrungen gemacht. Da eine Zucchini aber genauso wie eine Gurke zu den Kürbisgewächsen zählt, gehe ich davon aus, dass es ebenso funktionieren wird, wie mit der Zucchini.

Evtl. muss man bei der Gewinnung der Samen etwas vorsichtiger sein, da die Gurkensamen in dem zu kaufenden Gemüse oft doch sehr fragil zu sein scheinen. Aber wenn man behände mit einem Löffel vorgeht, sollte alles gut gehen. Ich werde es jedenfalls dieses Jahr ausprobieren, liebe Steffi :-)

Paprikasamen sammeln

Für alle, die in diesem Jahr auch gerne ein paar Gemüsepflanzen auf ihrem Balkon, ihrer Terasse oder im Garten ziehen möchte, empfehle ich schon jetzt an die Samen zu denken. Denn man muss nicht viel Geld für die Bestellung des Gartens ausgeben. Naürlich bieten große Gartencenter, die ich sehr liebe – ich geb es zu, eine riesige Auswahl an Gemüsesamen an. Doch all jene, die einen möglichst biologischen Garten anlegen möchten, werden schnell feststellen, dass diese Samen auch entsprechend teuer sind. Der Preis ist sicherlich gerechtfertigt und dennoch geht es preiswerter.

Paprikasamen

Schon jetzt die Samen für die baldige Aussaat zusammensuchen!

Selber seine Samen zu gewinnen vervollständigt den Prozess der Wachstumsbegleitung und macht damit irre viel Spaß. Erst heute habe ich wieder eine Bio-Paprika für einen Salat geschnitten. Das Innenleben schmeißt man ja normalerweise auf den Müll. Doch die kleinen Samen im Inneren werde zu kleinen Pflanzen und tragen später auch eigenen Früchte. Eine tolle Sache also.

Auf einem Küchentuch lasse ich die Samen gut trocknen – es sollte sich natürlich kein Schimmel bilden. Nach ca. einer Woche, oder noch länger, je nachdem wie gut ich aufräume :-) können die Samen z.B. in einer Butterbrotstüte aufbewahrt werden.
Sobald der Frühling sich dann in voller Pracht zeigt, können die Paprikasamen in die Erde. Eine Aufzucht in der Wohnung ist sicherlich auch schon jetzt möglich. Meinen Erfahrungen nach sind Paprika bei guten Bedingungen aber so schnell wachsend, dass ich mit der Aussaat noch etwas warte.