DIY | Blumenpresse

In der Grundschule hatte ich eine Freundin, die in einem Schloss aufgewachsen ist (es war „nur“ ein Gutshof). Alles dort war toll. Es gab einen idyllischen See, in dem wir im Sommer schwammen und auf dem wir im Winter Schlittschuh liefen. Es gab einen Ballsaal mit einem Klavier und alten Ölgemälden. Meine Freundin hatte ein Zimmer mit irrsinnig hohen Wänden und eine Blumenpresse. Ja, ihr habt richtig gehört. Mir ist vor allem die Blumenpresse im Gedächtnis geblieben.

Weitläufiger See mit Gräsern am Ufer

Ein See auf Åland (FIN), der mich an meine Kindheit erinnert.

Ich fand die Idee immer toll, Blüten zu sammeln und durch einfaches Pressen zu konservieren. Bisher habe ich dafür schwere Lexika verwendet – welche den selben Zweck erfüllen. Doch nun ist Winter und was bietet sich da mehr an, als ein wenig zu basteln, um auf die Blütenpracht des nächsten Sommers vorbereitet zu sein?

Quadratisches, bemaltes Holz, quadratische Pappen, gepresste Blüten, Unterlegscheiben und Flügelmuttern

Für die Blumenpresse braucht ihr:

  • Sperrholplatten (für 4 Platten à 20 x 20 cm mit vier Löchern in den Ecken)
  • 4 x Torbandschrauben
  • 4 x passende Flügelmuttern
  • 4 x passende Unterlegscheiben
  • Pappe (für 6 Platten à 20 x 20 cm mit vier Löchern in den Ecken)

So geht’s:

Eine der zugeschittenen Sperrholzplatten bildet die Unterseite. Hier werden die Schrauben von unten eingesteckt und nun immer abwechselnd zwei Pappen und erneut eine Holzplatte geschichtet. Dieses Prinzip lässt sich beliebig oft wiederholen, jedoch solltet ihr nach passenden Schrauben für euer Projekt Ausschau halten.

Den Abschluss bildet wieder eine Holzplatte, die ihr, wie die Rückseite und die Zwischenelemente auch, nach Belieben verzieren könnt. Ich habe dazu die Serviettentechnik wieder entdeckt und dieses Zwiebelmuster verwendet. Die Grundierung ist einfache Acrylfarbe.

Die Blüten legt ihr zwischen je zwei der Pappen in ein Stück Küchenrolle und presst sie mind. eine Woche lang. Das Ergebnis kann z. B. auf selbgemachten Notizbüchern wie die von Renaade verwendet werden oder dient einlaminiert als Lesezeichen fürs Lieblingsbuch.

Dekorierte Deckel einer Blumenpresse

Viel Spaß beim Selbermachen.
Herzlichst Madita

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Duftende Rosenblüten

Auch die zur Zeit so prächtig blühenden Rosen lassen sich für kosmetische Zwecke nutzen. Zum Beispiel kann man die herrlich duftenden Blütenblätter mit in die Wanne nehmen – da kann kein aromatisierter Badezusatz mithalten…

rote Rosenblüte, die von Knospen umschlossen ist

Zu viele Knospen… :-)

rote Rosenblüte in kleiner VaseMeine Kletterrose ‚Santana‘ hat in diesem Jahr sogar so viele Knospen ausgebildet, dass ich Blüten entfernen musste, weil die anderen Knospen ihnen den Platz streitig gemacht haben. Doch auch in der Vase machen sich die riesigen Blütenbälle ganz hervorragend. Eine schöne Sommerdeko auf dem Tisch – die zugleich noch wunderbar duftet.

Habt einen tollen Sommer!

Rosenblüte

Wie vielerorts, entfalten sich nun auch in meinem Garten die Rosen. Zwar käpfe ich zur Zeit noch gegen ein paar Blättläuse, die sich an die Knospen gesetzt haben, aber da bin ich ganz zuversichtlich. Immerhin habe ich schon ein paar Marienkäfer mit hoffentlich großem Hunger gesehen. Ansonsten versuche ich es vorläufig mit dem behutsamen Abstreifen der kleinen Biester.

Rose de Resht Blüte mit mattgrünen Blättern

Rose de Resht im Topf mit drei vollen Blüten

Rose de Resht Blüte in knallpink

Der Durft der Rose de Resht ist einfach atemberaubend rosig und wie Steffi von Gartenwildwuchs schon richtig sagte: schade, dass es noch keinen Duftblog gibt. Ich hätte mir nie träumen lassen, dass es Rosensorten gibt, die so herrlich duften. Ein Traum, wenn man bedenkt, dass es sich bei der Rose de Resht um eine Buschrose handelt, die noch viele Blüten mehr haben kann, als bei mir im Topf.

sechs Blütenknospen an meiner Santana Rose

Santana Kletterrose

sechs Blütenknospen an meiner Santana Rose und im Hintergrund sind noch mehr Knospen zu sehen

Meine Santana Kletterrose braucht noch einen Augenblick. Die Blütenknospen stehen kurz vor der Öffnung. Wenn wirklich alle Blüten im selben Glanz erstrahlen wie im letzten Jahr, dann muss ich euch wohl mit Fotos zuschütten – was mir natürlich schon jetzt sehr leid tut ;-)

Habt eine fantastische Sommerwoche – Madita.

Gartenteich – die Bepflanzung

Es fällt zur Zeit so viel Wasser vom Himmel, dass mein kleines Teichlein regelmäßig überläuft. Und weil man an nichts anderes als an Wasser denken kann, habe ich Sonntag früh beschlossen meinen Teich endlich mit ein paar Pflanzen zu bestücken. Gut, dass einige Gärtnereien auch an diesem Tag meine Konsumsucht befriedigen (auch wenn ich die 7 Tage-Woche in Dublin ganz schrecklich fand, weil ich jeden Samstag und Sonntag arbeiten musste).

kleiner Mörtelkübel mit insgesamt vier Teichpflanzen

Mein Teich bestückt mit ein paar neuen Pflanzen

Nun können sich Typhalatifolia (ein Schilfrohr mit braunen Kolben), Blumenbinse – Botomus umbellatus (ein rosé blühendes Gras) und die Schwimmpflanze Eichhornia – crassipes gemeinsam einleben. Letztere soll das Wasser reinigen – da bin ich gespannt.

Teich mit insgesamt vier Pflanzen - oben im Bild befindet sich das Schilfrohr (Typha - latifolia)

Oben sieht man das Schilfrohr (Typha – latifolia)

Kleine grüne Stengel die aus dem Wasser des Teiches herausragen

Diese kleinen Stängel blühen hoffentlich bald in schönem rosé (Blumenbinse – Botomus umbellatus)

Teichbecken mit der Schwimmpflanze Eichhornia - crassipes

Hier die Schwimmpflanze Eichhornia – crassipes

Sie wird wegen des kalten Wetters wohl nicht blühen – reinigt dafür aber das Wasser

Eine Supfdotterblume – Caltha palustris hatte ich ja bereits im Teich und wenn sie mögen, können die ersten Wassertierchen auch bald einziehen :-) Die Schwebeteilchen im Teich sollten sich dann auch bald gelegt haben.

Sumpfdotterblume im Miniteich

Hier meine Supfdotterblume – Caltha palustris

Damit die Pflanzen zunächst noch aus dem Wasser gucken habe ich die Körbe festgebunden und mit Steinen am Ufer beschwert. So stehen die Pflanzen nicht direkt auf dem Boden des Kübels, sondern können noch ein bisschen Sonne tanken bevor ich sie immer tiefer setze (sofern sie denn scheint).