Eine Entscheidung der Verbraucher

Eigentlich muss ich euch davon ja nicht viel erzählen. Doch um weiter an diesem Thema zu arbeiten, empfehle ich euch heute noch zusätzlich diesen Beitrag der WDR Servicezeit vom 17.04.2013 zum Thema Bio-Produkte und ihre Umweltfreundlichkeit.

Um zum Video der WDR Servicezeit zum Thema Bio und Umweltschutz zu gelangen, bitte hier klicken

WDR Servicezeit vom 17.04.2013 zum Thema
‚Bio, Bio, Bio – wo bleibt da die Qualität?‘

Es geht vorrangig um die ökologischen Bedenken, die man beim Kauf von massenhaften Bio-Produkten aus dem Discounter oder Supermarkt haben sollte. Ein Beitrag für das bewusste Einkaufen von Regionalen und wirklich ökologisch vertretbaren Produkten.

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Pflanzen aus eigenen Samen ziehen – ganz einfach

Nach dem „Paprikasamen-sammeln“-Blogeintrag nun ein kleiner Rückblick auf die Ernte vergangener Jahre. Alle Pflanzen wurden selbst gezogen. Und nicht nur das… die Samen wurden auch in Heimarbeit gewonnen. Das hört sich jetzt schwieriger an, als es ist… :-)

Tomaten:
Wie schon im Blogeintrag vom 23. Juli 2012 geschrieben steht, lassen sich Tomaten gut aus dem Inneren einer Tomatenfrucht ziehen.

große Tomatenpflanze i Topf

Drei Rispen an der Tomatenpflanze aus eigener Samengewinnung – und das im Zimmer unterm Dach

Einfach beim nächsten Schneiden einer Bio-Tomate für den Salat oder fürs Brot den Restsaft auf dem Teller trocknen lassen. Wer konventionelles Gemüse mag, kann das natürlich auch verwenden…
Ich versuche die „Suppe“ immer auf ein Küchentuch zu bekommen, aber das klappt nicht immer ganz reibungslos ;-) Nach dem Trocknen kann man die Samen vorsichtig auseinander ziehen – das rote Fruchtfleisch, was evtl. noch an den Samen klebt, muss nicht entfernt werden.
Anschließend einfach in kleine Aufzuchtbehälter bzw. unter Frischhaltefolie (Löcher mit einer Gabel hineinstechen, sonst besteht Schimmelgefahr) geben, ordentlich Wässern und warten, bis sich die kleinen Pflänzchen zeigen.

Zucchini:
Gleiches gilt auch für die Zucchini (siehe Blogeintrag vom 30. August 2012). Die Kerne lassen sich meist ganz gut aus dem Inneren der Frucht herauskratzen. Dabei aufpassen, dass nicht zu viel Fleisch abgescharbt wird – schließlich möchte man ja die Zucchini auch noch essen :-) Die Kerne kann man dann ebenfalls auf einem Küchentuch gut durchtrocknen lassen und anschließend wie bei den Tomaten beschrieben einpflanzen.

große Paprikapflanze mit Frucht

Paprikapflanzen aus eigener Samengewinnung – hier gabs nur eine Frucht

Paprika:
Und genauso funktioniert es auch mit der Paprika. Wie im vorherigen Blogeintrag beschrieben die Samen sammeln und ebenfalls in gut feucht gehaltener Erde groß ziehen. Aufpassen sollte man bei Abdeckungen mit Frischhaltefolie. Eine ausreichende Luftzufuhr ist wichtig, damit die Erde oder die Pflanzen nicht schimmeln.

Gurke:
Meine aufmerksame Blogleserin Steffi fragte nach dem Vorgehen mit einer Gurke. Leider habe ich dazu noch keine Erfahrungen gemacht. Da eine Zucchini aber genauso wie eine Gurke zu den Kürbisgewächsen zählt, gehe ich davon aus, dass es ebenso funktionieren wird, wie mit der Zucchini.

Evtl. muss man bei der Gewinnung der Samen etwas vorsichtiger sein, da die Gurkensamen in dem zu kaufenden Gemüse oft doch sehr fragil zu sein scheinen. Aber wenn man behände mit einem Löffel vorgeht, sollte alles gut gehen. Ich werde es jedenfalls dieses Jahr ausprobieren, liebe Steffi :-)

Paprikasamen sammeln

Für alle, die in diesem Jahr auch gerne ein paar Gemüsepflanzen auf ihrem Balkon, ihrer Terasse oder im Garten ziehen möchte, empfehle ich schon jetzt an die Samen zu denken. Denn man muss nicht viel Geld für die Bestellung des Gartens ausgeben. Naürlich bieten große Gartencenter, die ich sehr liebe – ich geb es zu, eine riesige Auswahl an Gemüsesamen an. Doch all jene, die einen möglichst biologischen Garten anlegen möchten, werden schnell feststellen, dass diese Samen auch entsprechend teuer sind. Der Preis ist sicherlich gerechtfertigt und dennoch geht es preiswerter.

Paprikasamen

Schon jetzt die Samen für die baldige Aussaat zusammensuchen!

Selber seine Samen zu gewinnen vervollständigt den Prozess der Wachstumsbegleitung und macht damit irre viel Spaß. Erst heute habe ich wieder eine Bio-Paprika für einen Salat geschnitten. Das Innenleben schmeißt man ja normalerweise auf den Müll. Doch die kleinen Samen im Inneren werde zu kleinen Pflanzen und tragen später auch eigenen Früchte. Eine tolle Sache also.

Auf einem Küchentuch lasse ich die Samen gut trocknen – es sollte sich natürlich kein Schimmel bilden. Nach ca. einer Woche, oder noch länger, je nachdem wie gut ich aufräume :-) können die Samen z.B. in einer Butterbrotstüte aufbewahrt werden.
Sobald der Frühling sich dann in voller Pracht zeigt, können die Paprikasamen in die Erde. Eine Aufzucht in der Wohnung ist sicherlich auch schon jetzt möglich. Meinen Erfahrungen nach sind Paprika bei guten Bedingungen aber so schnell wachsend, dass ich mit der Aussaat noch etwas warte.

Kräuter-Hexe

Ok ok, ich muss zugeben, ich habe mir vor ein paar Tagen einen Topf mit Bio-Schnittlauch im Supermarkt gekauft. Aber nur, weil meine Kräuter bei dem Wetter keine Lust mehr hatten zu wachsen – ehrlich! :-)

Rezept: Schließlich wollte ich eine Lauch-Creme als Dip aus 1 Pck. Frischkäse, 1 kl. Pck. Joghurt, 1 roten Zwiebeln, 5-6 Frühlingszwiebeln und eben Schnittlauch machen. Die Creme war nach einem Tag im Kühlschrank erst richtig lecker, auch wenn es hier beim Öffnen der Tür deutlich nach den Zutaten roch ;-)

Schnittlauch

Hilfe für Bio-Schnittlauch aus dem Supermarkt

Problem: Nun ist der Schnittlauch-Pott gut eine Woche alt und nach reichlicher Ernte verfärben sich die Stängel langsam gelb und sehen nicht mehr nach frischem Schnittlauch aus. Vielleicht liegt es daran, dass diese Pflanzen auch gar nicht länger durchhalten sollen, denn trotz regelmäßigen Gießens musste ich feststellen, dass die Erde in dem Topf völlig eingefallen ist (wahrscheinlich ist es nicht mal Erde…).

Tipp: Also wird der Schnittlauchballen in einen neuen Topf umgepflanzt und mit neuer Kräutererde versorgt. Nebenbei wird gleich der Umzug mit erledigt und der Schnittlauch darf auf der Terassse seine Halme nach ein paar Sonnenstrahlen suchen lassen (vielleicht findet er ja was *hahaha*). Und neben einer reglmäßigen Wasserzufuhr kann man wohl vorerst nichts mehr tun, als warten und hoffen.

Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?