Beeren und eine tierische Geschichte

Unglaublich aber wahr: Die ersten Beeren in meinem Garten waren vor gut einer Woche erntereif.

Zunächst habe ich die Johannisbeeren noch mit einem Netz abgedeckt – doch nachdem ich erst einen toten Frosch darin gefunden habe und später einen Vogel aus dem Netz befreien musste, habe ich es abgenommen.

Trotzdem (oder gerade deswegen!?) wurde ich mit einer reichen Ernte belohnt.
Das kleine Vöglein ist dann übrigens mit einm ordentlichen Schiss aus der Luft davon geflogen ;-) Er war aber ganz ruhig, während die Befreiungsaktion bestimmt 15 Min. gedauert hat.

Beerenmix_beschriftet

Aus dem Beerenmix habe ich mir dann einen Milchshake gemixt. Eine etwas kernige Angelegenheit (wegen, der Kerne in den Johannisbeeren), aber trotzdem sehr lecker.

Und so gehts – Rezept für einen beerigen Milchshake:Drei Beeren in einem Mixbehälter

  • 150g Bio-Naturjoghurt
  • ca. eine handvoll von jeder Beerensorte
  • 0,5 L Milch

Alle Zutaten in einen Mixer mit Pürierfunktion (alternativ einen Pürierstab verwenden) geben und für gut eine Minute langsam mixen. Dabei immer schneller werden.

Rote Shakeflüssigkeit in einem Glas, dekoriert mit einem grünen Blatt vor einem wolkigen Himmel

Stachelbeer-Muffins

Auch die Stachelbeere hat zahlreiche Früchte getragen und ich enrtschloss mich dazu herrlich leichte Stachelbeer-Muffins zu machen. Da ich das Rezept aus einem Buch habe, kann ich euch dieses leider nicht mitliefern.

Lasst euch den Sommer und die Früchte aus eurem Garten schmecken!

Advertisements

Samensammeln bei 40°C

Auch in Hamburg war der 04. Juli 2015 ein besonders heißer Tag – in meinem Garten zeigte das Thermometer unter dem Gartenhäuschen satte 40°C an. Bei jeder Bewegung liefen die Schweißperlen und trotzdem habe ich etwas im Garten gewerkelt.

Das Thermometer in Männchen-Form mit Pfeife zeigt 40°C

Bärlauchsamen

Den Bärlauch habe ich erst relativ spät im Jahr vom Balkon in den Garten gepflanzt. Unter dem schattenspendenden Pflaumenbaum fühlt er sich aber scheinbar wohl, denn zum ersten Mal hat er Samen ausgebildet. Zwar zu einem Zeitpunkt, als er längst wieder in der Erde verschwunden sein sollte, aber nun gut. Die Samen habe ich dankbar geerntet.

Kohlrabisamen

Und auch mein Kohlrabi auf dem Balkon hat mir zahlreiche Samen gespendet.
Den Winter über stand der Kohlrabi in einem Topf auf dem Balkon und im April hat er dann geblüht. Nachdem die wunderschönen Blüten abgefallen waren, bildeten sich bohnenähnliche Schoten aus, deren Samen ich jetzt ernten konnte.

Welche Erfahrungen habt ihr mit selbstgeernteten Samen gemacht? Sind sie im nächsten Jahr aufgekeimt?

Ich bin gespannt, ob sich daraus im nächsten Jahr neue Pflanzen ziehen lassen.

Grüne Ecken dieser Erde – USA

„Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen“, so sagte angeblich schon Johann Wolfgang von Goethe.
Weitläufiges Maisfeld vor dramtisch, dunkelem Wolkenhintergrund
Erst letzte Woche bin ich von einem zweiwöchigen Entdeckungstrip zurückgekehrt. Folgende Stationen habe ich bereist:


– Indianapolis (Indiana)
– St. Louis (Missouri)
– Hannibal (Missouri)
– Chicago (Illinois)

In jedem Städtchen habe ich intuitiv die grünen Fleckchen Erde gefunden – warum auch immer. Aber nun möchte ich euch nicht länger mit den Details langweilen. Seht selbst:

Indianapolis

Growing Places Indy – White River State Park:

St. Louis

Ein Garten im Hinterhof einer Kirche, ein Gemüsebeet auf dem Gehweg und überwuchernde Stockrosen am Gehwegrand.

Hannibal

Ein kleiner Gemüsegarten im historischen Stadtzentrum der Geburtsstadt von Mark Twain direkt am Mississippi.

Chicago

Auch in der Metropole gibt es grüne Ecken, wie bunte Vogelhäuschen an der Magnificient Mile, dichten Pflanzenwuchs mit Skyline im Hintergrund und ein Farmhaus mit Gemüsegarten im Lincoln Park.

Mit Sicherheit habe ich zahlreiche Gärten nicht entdeckt und doch muss ich sagen, dass ich überrascht war, von der grünen Seite der USA.

Recycling: Aussaatschalen

Es gibt sie im Baummarkt sowie im Gartencenter und in allen möglichen Formen, Variationen und vor allem Preislagen – die Rede ist von Aussaatschalen.

Es ärgert mich regelmäßig, wie viel Müll man eigentlich produziert und um dem Ganzen wenigstens ein bisschen entgegen zu wirken, habe ich diverse Verpackungsmaterialen zu eben diesen Aussaatschalen umfunktioniert.

Joghurtbecher, Milchpackung und Gemüseschalen

Variation Nr. 1: Der Joghurtbecher mit Plastikdeckel

Idealerweise hat dieser Joghurtbecher einen Plastikdeckel, der einen tollen Gewächshauseffekt erzeugt. Wichtig ist nur, dass man oben, sowie unten in den Boden des Bechers Löcher einsticht, um etwas Luft an die Erde zu lassen. Achtung, sonst gibt es Schimmel.

Der Becher eignet sich super für tiefwurzelnde Gemüsesorten, wie Möhren, die man vermutlich komplett dort drin züchten könnte. Aber das ist nur eine Vermutung. Ich habe es ersteinmal mit wärmeliebenden Tomaten versucht.

Großer Joghurtbecher mit Plastikdeckel.

Variation Nr. 2: Gemüseschalen

Diese Schalen sind von einem Tiefkühlgemüse, dass zusätzlich zu diesen Plastikschalen noch in Pappe verpackt ist (unfassbar!). Da die Schalen aber relativ robust sind, eignen sie sich hervorragen für die Aussaat. Auch hier wieder die Löcher in Deckel und Boden nicht vergessen.

Das Ganze mit zwei Klammern aneinander befestigen (es handelt sich um zwei gleich Schalen) und fertig ist das Minigewächshaus. Bei mir werden sich die Kornblumen in diesem Behälter hoffentlich wohlfühlen.

Variation Nr. 3: Milchkarton

Auch ein Milchkarton (manche sind besonders hübsch, wie dieser Fla-Karton aus Holland) ist ein ganz passabler Behälter für die Aussaat. Zwar hat er nicht den Gewächshauseffekt, aber ich habe ihn für die Aussaat von Zucchini verwendet, die hoffentlich keine allzu große Hitze zum Keimen brauchen (bei 27°C angekündigter Außentemperatur bin ich zuversichtlich).

Natürlich darf man bei dieser Variante noch weniger, als bei den anderen, das Genießen nicht vergessen.

Die MIlchpackung waagerecht hinlegen, aufschneiden und nach oben aufklappen und mit Erde füllen.

Habt ihr weitere Ideen? Dann lasst es mich wissen!